Dornroeschen-Unheilig

歌手 : Unheilig
专辑 : Schattenspiel
语种 : 纯音乐
时长 : 12:22

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TXT Dornroeschen-Unheilig 文本歌词

Vor zeiten war ein könig und eine königin die sprachen jeden tag:
Ach wenn wir doch ein kind hätten und kriegten immer keins
Da trug es sich zu als die königin einmal I'm bade saß
Dass ein frosch aus dem wasser ans land kroch und zu ihr sprach:
Dein wunsch wird erfüllt werden ehe ein jahr vergeht
Wirst du eine tochter zur welt bringen
Was der frosch gesagt hatte das geschah
Die königin gebar ein mädchen das war so schön dass der könig vor freude sich nicht zu lassen wusste und ein großes fest anstellte
Er lud nicht bloß seine freunde verwandte und bekannte
Sondern auch die weisen frauen dazu ein
Damit sie dem kind hold und gewogen wären
Es waren ihrer dreizehn in seinem reich
Weil er aber nur zwölf goldene teller hatte
Von welchen sie essen sollten
So musste eine von ihnen daheim bleiben
Das fest wurde mit aller pracht gefeiert und als es zu ende war beschenkten die weisen frauen das kind mit ihren wundergaben:
Die eine mit tugend die andere mit schönheit die dritte mit reichtum und so mit allem was auf der welt zu wünschen ist
Als elfe ihre sprüche eben getan hatten
Trat plötzlich die dreizehnte herein
Sie wollte sich dafür rächen
Dass sie nicht eingeladen war
Ohne jemand zu grüssen oder nur anzusehen
Rief sie mit lauter stimme:
Die königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten jahr
An einer spindel stechen und tot hinfallen
Und ohne ein wort weiter zu sprechen
Drehte sie sich um und verliess den saal
Alle waren erschrocken da trat die zwölfte hervor
Die ihren wunsch noch übrig hatte und weil sie den bösen spruch nicht aufheben sondern nur ihn mildern konnte so sagte sie:
Es soll aber kein tod sein sondern ein hundertjähriger tiefer schlaf
In welchen die königstochter fällt
Der könig der sein liebes kind vor dem unglück gern bewahren wollte ließ den befehl ausgehen dass alle spindeln I'm ganzen königreich vebrannt werden
An dem mädchen aber wurden die sprüche der weisen frauen sämtlich erfüllt denn es war so schön sittsam freundlich und verständig dass es jedermann er es ansah lieb haben musste
Es geschah dass an dem tage wo es gerade fünfzehn jahr alt ward
Der könig und die königin nicht zu haus waren
Und das mädchen ganz allein I'm schloss zurückblieb
Da ging es allerorten herum besah stuben und kammern
Wie es lust hatte und kam endlich auch an einen alten turm
Es stieg die enge wendeltreppe hinauf und gelangte zu einer kleinen türe
In dem schloss steckte ein verrosteter schlüssel
Und als es umdrehte sprang die türe auf
Und da saß in einem kleinen stübchen eine alte frau mit einer spindel
Und spann emsig ihren flachs
Guten tag du altes mütterchen sprach die königstochter
Was machst du da ich spinne
Sagte die alte und nickte mit dem kopf
Was ist das für ein ding das so lustig herumspringt
Sprach das mädchen nahm die spindel und wollte auch spinnen
Kaum hatte sie aber die spindel angerührt
So ging der zauberspruch in erfüllung und sie stach sich in den finger
In dem augenblick aber wo sie den stich empfand
Fiel sie auf das bett nieder das da stand und lag in einem tiefen schlaf
Und dieser schlaf verbreite sich über das ganze schloss:
Der könig und die königin die eben heimgekommen waren
Und in den saal getreten waren fingen an zuschlafen
Und der ganze hofstaat mit ihnen
Da schliefen auch die pferde I'm stall die hunde I'm hof
Die tauben auf dem dach die fliegen an der wand ja
Das feuer das auf dem herde flackerte wurde still
Und schlief ein und der braten hörte auf zu brutzeln
Und der koch der den küchenjungen
Weil er etwas versehen hatte in den haaren ziehen wollte
Ließ ihn los und schlief
Und der wind legt sich
Und auf den bäumen vor dem schloss regte sich kein blättchen mehr
Rings um das schloss aber begann eine dornenhecke zu wachsen
Die jedes jahr höher ward und endlich das ganze schloss umzog
Und darüber hinauswuchs dass gar nichts davon zu sehen war
Selbst nicht die fahne auf den dach
Es ging aber die sage in dem land von
Dem schönen schlafenden dornröschen
Denn so ward die königstochter genannt
Also dass von zeit zu zeit königssöhne kamen
Und durch die hecke in das schloss dringen wollten
Es war ihnen aber nicht möglich denn die dornen
Als hätten sie hände hielten fest zusammen
Und die jünglinge blieben darin hängen
Konnten sich nicht wieder losmachen
Und starben eines jämmerlichen todes
Nach langen jahren kam wieder einmal ein königssohn in das land
Und hörte wie ein alter mann von der dornenhecke erzählte
Es sollte ein schloss dahinter stehen
In welchem eine wunderschöne königstochter
Dornröschen genannt schon seit hundert jahren schliefe
Und mit ihr der könig und die königin und der ganze hofstaat
Er wusste auch von seinem grossvater
Dass schon viele königssöhne gekommen wären
Und versucht hätten durch die dornenhecke zu dringen
Aber sie wären darin hängengeblieben
Und eines traurigen todes gestorben
Da sprach der jüngling:
Ich fürchte mich nicht ich will hinaus
Und das schöne dornröschen sehen
Der gute alte mochte ihm abraten wie er wollte
Er hörte nicht auf seine worte
Nun waren
Aber gerade die hundert jahre verflossen
Und der tag war gekommen wo dornröschen wieder erwachen sollte
Als der königssohn sich der dornenhecke näherte
Waren es lauter grosse schöne blumen
Die taten sich von selbst auseinander
Und ließen ihn unbeschädigt hindurch
Und hinter ihm taten sie sich wieder als hecke zusammen
I'm schlosshof sah er die pferde und scheckigen jagdhunde liegen
Und schlafen auf dem dach sassen die tauben
Und hatten das köpfchen unter den flügel gesteckt
Und als er ins haus kam schliefen die fliegen an der wand
Der koch in der küche hielt noch die hand
Als wollte er den jungen anpacken
Und die magd sass vor dem schwarzen huhn
Das sollte gerupft werden
Da ging er weiter und sah I'm saale den ganzen hofstaat liegen
Und schlafen und oben bei dem throne lag der könig und die königin
Da ging er noch weiter und alles war so still
Dass einer seinen atem hören konnte
Und endlich kam er zu dem turm
Und öffnete die türe zu der kleinen stube
In welcher dornröschen schlief
Da lag es und war so schön
Dass er die augen nicht abwenden konnte
Und er bückte sich und gab ihm einen kuss
Wie er es mit dem kuss berührt hatte
Schlug dornröschen die augen auf erwachte
Und blickte ihn ganz freundlich an
Da gingen sie zusammen herab und der könig erwachte
Und die königin und der ganze hofstaat
Und sahen einander mit grossen augen an
Und die pferde I'm hof standen auf und rüttelten sich
Die jagdhunde sprangen und wedelten
Die tauben auf dem dach zogen das köpfchen unterm flügel hervor
Sahen umher und flogen ins feld
Die fliegen an den wänden krochen weiter
Das feuer in der küche erhob sich
Flackerte und kochte das essen
Der braten fing wieder an zu brutzeln
Und der koch gab dem jungen eine ohrfeige
Dass er schrie und die magd rupfte das huhn fertig
Und da wurde die hochzeit des königssohns mit dem dornröschen
In aller pracht gefeiert und sie lebten vergnügt bis an ihr ende